Erfolgreiche Fachtagung Psychiatrie in Berlin

Im Mittelpunkt standen die verschiedenen Professionen, die insbesondere in stationären, ambulanten und gemeindepsychiatrischen Kontexten arbeiten. Ausgangspunkt war die Fragestellung, welchen grundlegenden Veränderungen psychosoziale Arbeit in den letzten rund 30 Jahren unterworfen war und welche Mechanismen dafür verantwortlich waren. Dazu wurden neben zahlreichen Fachbeiträgen renommierter Referentinnen und Referenten in Arbeitsgruppen Zukunftsszenarien für das Jahr 2025 entwickelt, wie sich die Arbeit mit Menschen mit psychischen Erkrankungen gestaltet, was neue Rollen und Aufgaben in der psychiatrischen Versorgung sein werden und was zukünftig unternommen werden muss, um diese Entwicklung optimal zu steuern.

Lösungsansätze wie „Intelligentes Personalmanagement“, „Mehr Prävention“, „Regionalisierung und Vernetzung als Strategie“, „Stärkung von Werten und eigener Haltung“, „Aufwertung der psycho-sozialen Berufsbilder“ wurden genannt. Aber auch Begriffe wie „Arbeitszeitkonten“, „eine hohe Beteiligungskultur“ sowie die technische Lösung „APP“ fielen häufig. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer sehen auch Potential in der Motivation von Hochschulen, in neue Grundausbildungen und Versorgungsforschung zu investieren, um einen Mix an entsprechender Personalqualifikation zu gewährleisten.

Am zweiten Tag wurden im Rahmen von sechs Workshops, in bewährter Tradition der Tagung, aktuelle Themen der psychiatrischen Versorgung thematisiert. Dazu gehörte erneut das Thema Finanzierung. Es wurden die aktuellen Entwicklungen zum PEPP-System dargestellt.

Ein weiterer Workshop befasste sich mit den Entwicklungen der Arbeitsbedingungen in der psychiatrischen Versorgung. Dazu wurden brandneue Forschungsergebnisse zu Arbeits- und Handlungsbedingungen der psychiatrischen Versorgung vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmern diskutiert. Ebenso behandelte ein Workshop das Thema Partizipation von Psychiatrie-Erfahrenen und Ansätze des betrieblichen Gesundheitsmanagements mit dem Schwerpunkt Resilienz.

Hier geht es zu den Fachbeiträgen der Veranstaltung:

www.fachtagung-psychiatrie.org

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